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Medien- (Krisen-) Management und die digitale Welt

XVII. Deutsch-Russisches Medienforum über die Konferenz-Plattform Zoom vom 26. bis 28. November 2020 

 

Das erste Medienforum ONLINE „Medien- (Krisen-) Management und die digitale Welt“ wurde am 26.11 im Beisein von 120 Alumni und Referenten eröffnet. Die 17. Konferenz dieser Art startete mit interessanten Einführungsvorträgen u.a.  zum Thema „Markt der Medien in Russland: Überlebensstrategien in Zeiten der Coronakrise“ von Wiktor Loschak, Vizepräsident des Verlagshauses „Kommersant sowie Prof. Dr. Hektor Haarkötter, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Fernsehjournalist und Autor zu dem Thema „Monate der Pandemiekrise: Aktuelle Trends in den Medien Deutschlands“.

 

Am 2. Tag nutzten die JournalistInnen aus Russland, Deutschland und vielen anderen Länder die Gelegenheit, mit Herrn Alexander Rahr, Politologen und Journalisten, in den Austausch zu treten. Das Thema dabei lautete: „Weltumbrüche nach der Coronakrise und den Wahlen in den USA: Die Zukunft Deutschlands, Europas und die Rolle Russlands“. 

 

Ein weiterer Höhepunkt des zweiten Tages waren die virtuellen Besuche der Redaktionen in Saratow. 100 Gäste stellten viele Fragen an die Vertreter verschiedener Redaktionen: Dem Nachrichtenportal „SarBK“, der Zeitschrift „World Club“, einem Studenten Fernsehmagazin „Mir gefällts“, sowie dem Medienzentrum der Staatlichen Nationalen Forschungsuniversität Saratow.

 

Abgerundet wurde der Tag durch ein Diskussionsgespräch mit dem Journalisten Benjamin Gollme, Moderator der Sputniknews zum Thema: „Das Virus: Der Siegeszug der neuen Medien?“. Neben dem Vortrag von Ivan Begtin, russischen Fachexperten über Open Data zum Thema „Dritte Welle im Bereich Open Data: Strategien und Publikationen von Informationen“ waren am dritten Tag des Medienforums die TeilnehmerInnen bei zwei Workshops aktiv. 

 

Die Expertinnen Ulrike Butmaloiu aus Berlin und Kamilla Nigmatullina aus Sankt Petersburg ermöglichten den JournalistInnen einen Austausch in Kleingruppen zu den Themen „Sensible Berichterstattungen von Journalisten in Deutschland und in Russland“ und „Wie gewinnt man an der Krise? Chancen für Medien“. Bevor die VeranstalterInnen das XVII. Medienforum feierlich beendeten, präsentierten die JournalistInnen die Ergebnisse ihrer Projekte.  

 

Link zu Kurzinterviews mit den TeilnehmerInnen: yadi.sk/i/vj4seYpsvWaIhw

 

 


Moskauer Gespräch: Starke Frauen in Russland und Deutschland - Erfolgreiche Gestalterinnen in Wirtschaft, Gesellschaft und internationalen Beziehungen

„Bescheidenheit ist eine Zier“ – Generationen-alte Sozialisierungsunterschiede zwischen Frauen und Männern mit weichenstellenden Verhaltensprägungen sorgten auch heute noch dafür, dass Frauen im Karrierewettbewerb nicht genügend auf sich und ihre Leistungen aufmerksam machten.

 

Zugleich seien die Leistungsansprüche an Frauen größer als an Männer, die Anerkennung ihrer Erfolge dagegen oft zwiegespalten. Darin waren sich die Expertinnen des Moskauer Gesprächs zum Thema „Starke Frauen in Russland und Deutschland – Erfolgreiche Gestalterinnen in Wirtschaft, Gesellschaft und internationalen Beziehungen“ einig.


Moderiert von Andreas Stopp, Deutschlandfunk, stellten die 115 Zuschauer*innen zahlreiche Fragen zu Ursachen und Lösungen an Dr. Daniela De Ridder, Dr. Marina Schischkina, Regina von Flemming und Marina Karban. Bei allen kulturellen Differenzierungen innerhalb und zwischen den beiden Ländern konstatierten alle vier ein sich positiv veränderndes Selbstbewusstsein und Auftreten mit jeder weiteren Frauen-Generation. Um in der männerdominierten Kultur einer Gruppe, eines Gremiums oder eines Unternehmens nachhaltig einer weiblichen Wirkung Raum zu ermöglichen, seien dort aber weiterhin mindestens ein Drittel an Frauen erforderlich.



Unterschiedlich bewerteten die russischen und deutschen Expertinnen Quotenregelungen als vorübergehendes Vehikel dafür. Übereinstimmend legten die Frauen jeden Alters nahe, sich von einem übertriebenen Perfektionismus zu befreien und in formellen und informellen Netzwerken besser zu werden. Vor allem sollten sie einander als Mentorinnen und Coachinnen besser unterstützen. Denn laut der ehemaligen US-amerikanischen Außenministerin Madeleine Albright gebe es „in der Hölle einen speziellen Ort für Frauen, die keine Frauen fördern“.

 

Link zur Aufzeichnung der Diskussion: www.youtube.com/watch

 

 


Moskauer Gespräch 2020: 29. Oktober

Unternehmen sicher durch unbekannte Gewässer navigieren: Deutsch-russische Managementkompässe in Zeiten konstanter Veränderungen

 

“Wer ausruht, wird verlieren!“ Stattdessen müssten heute Veränderungsprozesse in international erfolgreichen Unternehmen als konstante Anpassungsschleifen gelebt werden. Statt einem Blick zurück auf frühere Erfolge seien eine klare Zukunftsorientierung und weniger Risikovermeidung essentiell.  

 

Darin waren sich die Expert*innen des Moskauer Gesprächs am 29. Oktober einig. Das gelte gerade auch in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie. Zudem sei auch nach Corona zukünftig mit weiteren naturbedingten Wirtschaftskrisen zu rechnen. 

 

Mit 90 Zuschauer*innen und moderiert von Eva Schmidt, ZDF, diskutierten daher Claudia David (Opportunity Catalysts), Andrej Bievetski (SAP), Sven Franke (CO:X) und Falk Tischendorf (Beiten Burkhardt) die Stellschrauben für Unternehmen, um in und durch Veränderungen erfolgreicher zu sein als ihre Konkurrenz.    

 

Bei allen möglichen Differenzierungen zwischen Branchen, Firmengrößen und Landeskulturen unterstrichen sie den Unterschied zwischen dem alten „Unternehmen managen“ und der Renaissance des „unternehmerisch denken und handeln“. 

 

Eine neue Führungskultur – „Vertrauen statt Kontrolle“ – und das „Loslassen vom großen Plan“ waren dabei zentrale Punkte ihres Meinungsaustauschs. Dass dabei trotz aller Digitalisierung die physische Nähe ein nicht zu unterschätzender Faktor sei, war ein zweiter wichtiger Aspekt der Diskussion. Der mache sich sowohl in der Mitarbeiterführung, der Kundengewinnung als auch in den deutsch-russischen Beziehungen derzeit stark bemerkbar. 

 

Link zur Aufzeichnung der Diskussion: https://www.youtube.com/watch?v=x1H7bnrhPXg&feature=youtu.be

 

 


Moskauer Gespräch: Unternehmen sicher durch unbekannte Gewässer navigieren - Deutsch-russische Managementkompässe in Zeiten konstanter Veränderungen

Unternehmen sicher durch unbekannte Gewässer navigieren: Deutsch-russische Managementkompässe in Zeiten konstanter Veränderungen

 

“Wer ausruht, wird verlieren!“ Stattdessen müssten heute Veränderungsprozesse in international erfolgreichen Unternehmen als konstante Anpassungsschleifen gelebt werden. Statt einem Blick zurück auf frühere Erfolge seien eine klare Zukunftsorientierung und weniger Risikovermeidung essentiell.  

 

Darin waren sich die Expert*innen des Moskauer Gesprächs am 29. Oktober einig. Das gelte gerade auch in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie. Zudem sei auch nach Corona zukünftig mit weiteren naturbedingten Wirtschaftskrisen zu rechnen. 

 

Mit 90 Zuschauer*innen und moderiert von Eva Schmidt, ZDF, diskutierten daher Claudia David (Opportunity Catalysts), Andrej Bievetski (SAP), Sven Franke (CO:X) und Falk Tischendorf (Beiten Burkhardt) die Stellschrauben für Unternehmen, um in und durch Veränderungen erfolgreicher zu sein als ihre Konkurrenz.    

 

Bei allen möglichen Differenzierungen zwischen Branchen, Firmengrößen und Landeskulturen unterstrichen sie den Unterschied zwischen dem alten „Unternehmen managen“ und der Renaissance des „unternehmerisch denken und handeln“. 

 

Eine neue Führungskultur – „Vertrauen statt Kontrolle“ – und das „Loslassen vom großen Plan“ waren dabei zentrale Punkte ihres Meinungsaustauschs. Dass dabei trotz aller Digitalisierung die physische Nähe ein nicht zu unterschätzender Faktor sei, war ein zweiter wichtiger Aspekt der Diskussion. Der mache sich sowohl in der Mitarbeiterführung, der Kundengewinnung als auch in den deutsch-russischen Beziehungen derzeit stark bemerkbar.

 

Link zur Aufzeichnung der Diskussion: www.youtube.com/watch


Internationale Online-Konferenz für Alumni deutscher Förderprogramme "Wissensgewinn durch Austausch und Kooperation"

Vom 5. bis 7. Oktober 2020 fand auf der Plattform ZOOM die internationale Konferenz "Dialog-Forum für Alumni deutscher Förderprogramme: Wissensgewinn durch Austausch und Kooperation" statt.

 

Am ersten Konferenztag, die der Forschung im Austausch und der Kooperation gewidmet war, wurden die Teilnehmer von Frau Michaela Thiel, Alumni-Referentin der Universität Würzburg, und Herrn Dr. Artem Lysenko, Leiter des Moskauer Büros des Deutsch-Russischen Forum e.V., begrüßt. Anschließend wurden im Beisein von mehr als 150 Alumni, Referenten und Gäste der Konferenz offizielle Begrüßungsreden von Herrn Matthias Fischer, Leiter der Wirtschaftsabteilung, Deutsche Botschaft Moskau, Andreas Hoeschen, Leiter der DAAD-Außenstelle Moskau, Martin Hoffmann, Geschäftsführer des Deutsch-Russischen Forum e.V., Prof. Dr. Sergey Andruschin, Stellvertretender Rektor der Universität St. Petersburg und Prof. Dr. Kabak, Vizepräsident der Julius-Maximilian-Universität Würzburg, gehalten.

Nach den offiziellen Begrüßungen konnten die KonferenzteilnehmerInnen einen Überblick über die Arbeit der International Offices der Staatlichen Universität St. Petersburg und der Julius-Maximilian-Universität Würzburg erhalten und ihre Fragen an Vertreter beider Hochschulen stellen.

 

Im Rahmen des ersten wissenschaftlichen Vortrags berichteten dem Publikum Frau Dr. Elena Dieser (Abteilung für Slavistik, Julius-Maximilian-Universität Würzburg) und Frau Prof. Dr. Maria Voeikova (Institut für Sprachforschung der RAW) über Verkleinerungsformen (Diminutive) und die Besonderheiten ihrer Verwendung in moderner russischer und deutscher Sprache.

 

Nach einer kleinen, aber sehr informativen Diskussion entwickelten die TeilnehmerInnen eine Mentoring-Ausstellung, die zum Leitmotiv der gesamten Konferenz wurde: Die AusstellungsteilnehmerInnen stellten sich kurz vor, erzählten über ihre berufliche Tätigkeit und beantworteten Fragen zu ihrer zukünftigen wissenschaftlichen Arbeit und zu interkulturellen Missverständnissen, die sie kürzlich erfolgreich lösen konnten.

 

Den ersten Konferenztag rundete der fakultative Vortrag von Herrn Dr. Ivan Sassourky, Leiter des Lehrstuhls für neue Medien und Theorie der Kommunikation der Lomonossow-Universität, zum Thema: „Offene Wissenschaft - die einzige Möglichkeit, die internationale Kooperation zwischen Wissenschaftlern, Behörden und nichtstaatliche Einrichtungen zu unterstützen? (Was bringen uns die Pandemie und die Klimakrise bei?)“. Herr Dr. Sassourky konnte den TeilnehmerInnenn den Einblick in die Projekte verschaffen, die eine neue Infrastruktur für die wissenschaftliche Kommunikation bilden, und erinnerte die ZuhörerInnen daran, dass eine der ersten und wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung einer bevorstehenden Klimakatastrophe darin besteht, die Bevölkerung rechtzeitig und angemessen über den Klimawandel zu informieren.

 

Der zweite Tag der Konferenz unter dem Motto „Von anderen lernen“ wurde mit einer Präsentation von Frau Dr. Annette Köster, Leiterin des Referats für Qualitätsmanagement, Organisationsentwicklung & Campusmanagement der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, eröffnet. Frau Dr. Köster bot den KonferenzteilnehmerInnen detaillierte einführende Informationen über die Universität Würzburg und erzählte anschließend über die Funktionen und Maßnahmen des Qualitätsmanagements anhand des Beispiels der Universität Würzburg. Anschließend konnten die TeilnehmerInnen ihre Ideen und Erfahrungen hinsichtlich des Qualitätsmanagements an russischen und deutschen Hochschulen zur Diskussion bringen.

 

Nach der Pause präsentierten Herr Prof. Andreas Haug, Leiter des Instituts für Musikforschung der Julius-Maximilian-Universität Würzburg und Frau Dr. Jeanna Kniazeva von dem Russischen Institut für die Geschichte der Künste in St. Petersburg einen Bericht zum Thema „Forschungskooperation grenzenlos“ und berichteten über ihre Zusammenarbeit bei der Erforschung des in Würzburg aufbewahrten Nachlasses des Musikwissenschaftlers und Organisten Jacques Handschin (* 1886 in Moskau, † 1955 in Basel), eines fachgeschichtlich hochbedeutenden, aus Russland in die Schweiz emigrierten europäischen Gelehrten und Vermittlers zwischen den Kulturen.

 

Der Präsentation der Experten folgte die Entwicklung einer gemeinsamen Mentoring-Ausstellung, nachdem die TeilnehmerInnen sich an einem Runden Tisch zum Thema „Kooperationen und Fördermöglichkeiten“ beteiligen konnten. Am runden Tisch saßen Herr Dr. Jörg Achterberg, Außenstelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Herr Mikhail Rusakov, Deutsches Haus für Wissenschaft und Innovation in Moskau (DWIH), Alumni der Alexander von Humboldt-Stiftung Prof. Dr. Andrey Yakovlev, HSE, und Prof. Dr. Yuri Kovalev, Akademie der Wissenschaften Russlands, (ebenfalls Alumnus des Max Plank Institutes). Nach der Diskussion konnten die Teilnehmer nicht nur ihre Fragen stellen, sondern auch praktische Ratschläge zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen in Deutschland und Russland, zur Teilnahme an deutschen Stipendienprogrammen sowie zu potentiellen alltäglichen Schwierigkeiten, auf die die in Deutschland stoßen können. Nach der Pause vertieften sich die KonferenzteilnehmerInnen in das Thema „Die Stellung der Frau im Kulturkreis Russland“ ein. Sachlich-subjektive Eindrucke wurden von weiblichen und männlichen Deutschland-Alumni aus Deutschland, Ukraine und Russland geteilt: Am runden Tisch nahmen Frau Lyubow Rakovitsa, Institut für Information Donezk-Minsk, Deutschland-Alumna, Frau Olga Skorochodowa, Frankfurter Börse, Frankfurt (Main), DAAD-Alumna, Herr Dr. Georg Schneider, Trainer, Geschäftsführer SWILAR GMBH/Club-Forum, Young Leader, teil. Diese Veranstaltung wurde von Herrn Dr. Artem Lysenko, Leiter des Moskauer Büros des Deutsch-Russischen Forums, moderiert.

 

Der zweite Konferenztag endete mit einer Präsentation der Koordinatoren der Arbeitsgruppe Wissenschaft des Petersburger Dialogs, Herr Prof. Dr. Wilfried Bergmann und Herr Prof. Dr. Igor Maximzew. Die Experten berichteten über die Ziele des Peterburger Dialogs, über die Schlüsselthemen, denen die Veranstaltungen des Forums gewidmet sind, und über die Besonderheiten der Arbeit der Wissenschaftsgruppe.

 

Die Veranstaltungen des dritten Konferenztages verliefen unter dem Motto „Kreatives Netzwerken, eigene Erfahrungen weitergeben“. Den ersten Beitrag leistete Frau Stefanie Schneider, Konsulin, Leiterin des Kultur- und Pressereferats beim Deutschen Generalkonsulat St. Petersburg. Dann ergriff das Wort Herr Alexander Ustinov, AHK Moskau. Sein Vortrag war Start-ups und digitalen Projekten gewidmet.

 

Der Präsentation der Experte folgte der abschließende Teil der Entwicklung der Mentoring-Ausstellung, wobei die TeilnehmerInnen die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten. Anschließend wurde das Wort an Herrn Lucian Brujan. Referent der Abteilung Internationale Beziehungen Leopoldina, gerichtet, der über den aktuellen Stand und die Perspektiven der deutsch-russischen Zusammenarbeit in der Wissenschaft und Wissenschaft sprach. Herr Brujan präsentierte den TeilnehmerInnen die Zwischenergebnisse eines Kooperationsprojekts: Derzeit arbeitet Leopoldina gemeinsam mit der Akademie der Wissenschaften Russlands und der Präsidialverwaltung der Russischen Föderation an der Gründung eines Deutsch-Russischen Koordinierungsrates für junge Wissenschaftler*innen und Innovatoren.

 

Nach der Mittagspause bot Frau Prof. Dr. Kamilla Nigmatullina, Leiterin des Lehrstuhls für digitale Medienkommunikationen der Staatlichen Universität St. Petersburg,  dem Publikum einen Vortrag zum Thema: „Soziale Netzwerke als Informationsquelle in Russland. Monate der Pandemie und Ressourcen für die Zukunft“, in dem sie die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Internetmedien und soziale Netzwerke erläuterte.


Moskauer Gespräch: Der Moskauer Vertrag 1970 und der Weg zur Deutschen Einheit 1990

Der Moskauer Vertrag 1970 und der Weg zur Deutschen Einheit 1990 - Modelle für ein neues Kapitel in den deutsch-russischen Beziehungen?

 

Moskauer Gespräch anlässlich der Eröffnung der Wanderausstellung: "Willy Brandt 1913–1992. Ein Leben für Freiheit, Frieden und Versöhnung zwischen den Völkern“ im Deutschen Historischen Institut Moskau".

 

Es diskutierten miteinander:

 

·       - Dr. h.c. Gernot Erler, ehemaliger Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mir Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft der deutschen Bundesregierung (2014-18), ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages (1987-2017), Staatsminister beim Bundesminister des Auswärtigen a.D.  

·       - Dr. Andrey Zagorsky, Leiter der Abteilung für Disarmament and Conflict Resolution Studies am Primakov Nationalen Forschungsinstitut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen (IMEMO), Russische Akademie der Wissenschaften

·       - Dr. Sergey Medvedev, Geschäftsführer Dekabristen e.V., Berlin

·       - Alena Epifanova, Forscherin am Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.

·       - Moderation: Tamina Kutscher, Chefredakteurin, dekoder.org

 

Gegenseitige Entfremdung als Status Quo der deutsch-russischen Politik, Wiederbelebung des Dialogs und Vertrauensbildung als Wunschziel; kein einfacher und kurzer Weg dorthin – das war in Kürze die Bestandsaufnahme der Expert*innen des gestrigen Moskauer Gesprächs Online. Eine Überraschung konnte diese politische Diagnose sicherlich für keine der 130 Zuschauer*innen sein. Doch im Zentrum der spannenden Diskussion zum Thema „Der Moskauer Vertrag 1970 und der Weg zur Deutschen Einheit: Modelle für eine neues Kapitel in den deutsch-russischen Beziehungen?“ stand die Vorbildfunktion der Ostpolitik der Regierung Brandt: Wäre die damalige „paradoxe Intervention“ auch ein guter Ansatz für heute?


Moderiert von der dekoder – Chefredakteurin Tamina Kutscher warf das Gespräch dabei einen wichtigen Scheinwerfer auf die Bedeutung eines modus vivendi für bestehende Divergenzen. Dieser sei der Erfolgsschlüssel des ersten Moskauer Vertrages gewesen, legte Gernot Erler dar. Daraus ergebe sich die Möglichkeit, neben den verschlossenen Türen andere für eine Annäherung öffnen zu können. Einen modus vivendi gelte es daher auch für die seit geraumer Zeit den Weg blockierenden Konfliktpunkte zu finden. Geduld dafür mahnte auch Andrej Zagorski an; schnelle Änderungen gebe es nie. Zugleich böten die deutsch-russischen Beziehungen – darin waren sie sich auch mit Alena Epifanova und Sergey Medvedev einig – viele positive Grundlagen auf kultureller, wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Ebene, um eine Annäherung mit einer Politik der kleinen Schritte zu fördern. Auch ähnliche Erfahrungen können Nähe schaffen.


Link zur Aufzeichnung der Veranstaltung: https://youtu.be/SrGnDvHn3xU